Über den Autor
Zu Bergneustadt gehörend gibt es den Ort
Pernze. Dort wurde ich am 16. Februar
1936 geboren. Ich besuchte dort die damals
einklassige Volksschule des einzigen
Lehrers Lenz, den meine Eltern wohl dazu
veranlasst haben, mich zur Realschule zu
schicken. Da 1952 die Aussichten für einen
zukünftigen Broterwerb sehr
schlecht
waren, war es allgemein üblich, zunächst
eine Lehre zu machen. So ergab sich für
mich nach langem Suchen die Möglichkeit,
bei der Firma Sure in Niederseßmar
eine Lehrstelle als Werkzeugmacher anzunehmen.
Das war der erste Schritt in
die Kunststoffindustrie.
Es folgte das Studium des Allgemeinen
Maschinenbaus an der staatlichen Ingenieurschule
für Maschinenwesen in Hagen
und der Berufseinstieg als Ingenieur bei
der Firma Hella in Lippstadt, dann drei
Jahre im Extruderbau bei der Barmag in
Remscheid und der Auslandsaufenthalt in
Südafrika, mit der Aufgabe, für die Hella
dort einen Produktionsbetrieb aufzubauen.
In dieser Zeit, von 1963 bis 1965,
habe ich gelernt, wie schwierig es sein
kann, PMMA (Polymethylmetacrylat) ohne
Temperiergeräte zu verarbeiten. Denn
Temperiergeräte und Kompaktkältemaschinen
gab es noch nicht. Das hat bei
mir die Neugier geweckt, so etwas zu entwickeln
und zu bauen. Meine Liebe zum
Risiko wurde durch den abenteuerlichen
Aufenthalt in Südafrika weiter gestärkt.
Als damals 29-Jähriger fuhr ich gemeinsam
mit meinem Schweizer Freund Hans
Anderegg mit einem VW-Kombi über eine
Zeitdauer von zehn Monaten quer durch
Afrika – Indien – Russland bis zum Nordkap
und kehrte im September 1966 in
meine Heimat zurück. Dort fand ich eine
neue Aufgabe in Düsseldorf bei der Albert
Eberle GmbH. Das war der Beginn der einmaligen
und ungewöhnlichen Erfolgsgeschichte
der gwk.